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• Hier stellen wir unsere S 51 "Hannelore" vor.

     
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• Unsere S 51 hat hat nun auch nach einer Neulackierung ein neues Aussehen bekommen.

• An Bauteilen musste hier bezüglich des Alters kaum etwas erneuert werden, lediglich
  ein neuer Sitzbankbezug und einige nicht nennenswerte Dinge wurden ausgetauscht.

• Nun ein paar Daten über unsere S 51:

Technische Angaben:
Baujahr:   1986
Motor:   Zweitakt-Otto-Motor
Hubraum:   50,0 ccm
Max. Leistung:   3,7 PS bei 5500 U/pro min
Geschwindigkeit:   ca. 60 Km/h
Getriebe/Antrieb:   4-Gang, gekapselte Kette
Bremsen:   vorn Trommelbremse, hinten Trommelbremse
Leergewicht:   79,0 kg
zul. Gesamtgewicht:   230 kg
Tankinhalt/Reserve:   8,7 Liter / 1,0 Liter
Sitzhöhe:   770 mm
Farben:   blau/lila  - schwarz

Zur Geschichte der S 51:

• Die S51 ist ein zweisitziges Kleinkraftrad, das als Nachfolgemodell des Mokicks S50 zwischen 1980 und
  1989 im Thüringer VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk Simson (Suhl) produziert wurde.

• Die S51 hatte gegenüber seinem Vorgänger S50 einen überarbeiteten Zweitaktmotor, der nun insgesamt
  wartungsfreundlicher und noch etwas stärker war, sowie nun auch als Viergangmodell angeboten wurde.

• Vorzüge dieses Mokicks waren die einfache, sehr anspruchslose Technik sowie das hervorragende Fahrwerk,
  welches praktisch unverändert in den Nachfolgemodellen bis 2002 weiterproduziert wurde. Hierfür spricht auch
  die für ein Kleinkraftrad große Reichweite von über 300 km, die man recht bequem zu zweit zurücklegen kann. 

• Durch diverse Anbauteile wie etwa einer Knieschutzdecke, Beinschild und Kofferträger
  (zur Montage der auch bei MZ verwendeten 26-Liter Pneumant-Koffer) konnte man den Gebrauchswert des
  Mokicks noch individuell steigern. Dabei waren fast alle Anbauteile kompatibel zum Vorgängermodell,
  sogar der Motor kann wahlweise zwischen S50, S51 und sogar den Simson Schwalbemodellen KR51/2 und dem
  Roller SR50 getauscht werden.

• Diese Maschine wurde in verschiedenen Ausführungen gebaut:

  • S51N (N für Normal) - diese Ausführung hatte eine minimale elektrische Ausstattung ohne Zündschloss, Standlicht und Blinker. Die Hupe wurde über 4 Mono-Batterien mit Strom versorgt. Die Hinterradführung erfolgt bei diesem Modell über mechanische Dämpfer
  • S51B (B für Blinker) - Dieses Modell besaß Blinker, hydraulische Hinterraddämpfer, Zündschloss, einen Bleiakku und wurde in drei verschiedenen Varianten gebaut:
    • S51B 1-3 - 3-Gang-Getriebe, 25W Scheinwerfer, Unterbrecherzündung
    • S51B 1-4 - 4-Gang-Getriebe, 25W Scheinwerfer, Unterbrecherzündung
    • S51 Elektronik 2-4 - 4-Gang-Getriebe, 35W Scheinwerfer, Elektronikzündung
  • S51E (E für Enduro) - Das S51E erschien 1983 und unterschied sich nur unwesentlich vom S51B 2-4, besondere Merkmale waren der hochgezogene Auspuff mit veränderten Seitendeckel ,der hohe Lenker, die 2fach verstellbaren Hinterraddämpfer, Stahlfelgen und die grobere Bereifung. Das wichtigste Merkmal Der Enduro waren die zusätzlichen Rahmenverstrebungen vom Lenkkopf zu den Fahrer-Fußrasten.
    • S51E4 - Wie S51N, billiges Enduro Modell, Federbeine ohne Verstellung
  • S51C (C für Comfort) - Das S51C wurde ebenfalls ab 1983 gebaut und entsprach weitestgehend dem S51E. Die wichtigsten Unterschiede waren Drehzahlmesser, Seitenständer, der Auspuff der S51B Reihe, effektvolle Lackierungen von Tank und Seitendeckel, schwarz lackierter Motor und der höhere Preis.

• In den späten 80er Jahren wurden die Modelle auf 12 Volt Bordspannung umgestellt und bekamen die
  "Elektronische Blink- und Ladeanlage" ELBA. 

• Beim Modell S51-1C1 wurde die HS1-Halogenbeleuchtung eingeführt. Die elektronische Zündung und der
  "Klappkickstarter" wurden zum Standard. Die modernere K36-Bereifung hielt Einzug. Das Bremslicht wurde
  auch beim Betätigen der "Handbremse" eingeschaltet. Zu erkennen waren die modifizierten Fahrzeuge an
  dem nicht unbedingt schönen aber anderen Seitendeckel-Aufkleber.

• Nachteile des S50 waren die in der DDR allgemein vorhandenen Qualitätsprobleme der verwendeten Materialien,
  unter der auch praktisch alle anderen hier produzierten Fahrzeuge zu leiden hatten; verschleißstarke Ketten,
  Kontaktzündung und minderwertige Motorlager erforderten häufige Wartung. 

• Viele heute noch gefahrene S51 sind dagegen mit modernen Verschleißteilen ausgerüstet und erreichen damit
  eine extrem hohe Lebensdauer. Durch die große Verbreitung des S51, es wurden über eine Millionen Fahrzeuge
  gebaut, existiert auch heute noch ein großer Markt inklusive Herstellung von Ersatz- und Tuningteilen für das S51.

• In Deutschland sind die Fahrzeuge dieses Typs bei Jugendlichen immer noch sehr beliebt, weil sie aufgrund
  des Einigungsvertrages und der Fahrerlaubnisverordnung (§§76 FeV, Nr. 8 §6 Abs. 1) trotz einer
  Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h mit einer Fahrerlaubnis der Klasse M gefahren werden dürfen.
  Normalerweise ist die Klasse M auf Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h beschränkt.

Quelle: wikipedia.de